Was macht ein Vertriebsleiter?

Nur wenigen Sales-Mitarbeitern gelingt es, die Karriereleiter bis zur Position des Vertriebsleiters zu erklimmen. Denn beim Vertriebsleiter oder Sales Director handelt es sich um die höchste Position in der Vertriebshierarchie. Folglich umfasst diese Tätigkeit eine Vielzahl verschiedener leitender Aufgaben. Alles was man darüber wissen muss, haben wir auf dieser Seite zusammengetragen. Vorab eine Übersicht mit den wichtigsten Fakten:

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Sprungmarken | Vertriebsleiter Definition | Aufgaben | benötigte Skills | Weg dorthin | Gehalt | Arbeitsort | Vorzüge des Berufs


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Was ist ein Vertriebsleiter?

Der Vertriebsleiter steht an der Spitze eines Vertriebsteams. In dieser leitenden Stellung trägt er die Verantwortung für den gesamten Vertriebsprozess. Dieser Job gehört folglich zu den wichtigsten im gesamten Unternehmen, denn der erzielte Umsatz ist oftmals unmittelbar an die Arbeitsleistung des Vertriebsleiters geknüpft.

Der auch als Sales Director bekannte Vertriebsleiter kümmert sich um eine Vielzahl verschiedener planerischer und administrativer Aufgaben. So motiviert er das Verkaufsteam und steht bezüglich der Verkaufsziele mit der Geschäftsleitung in unmittelbarem Austausch. Zusätzlich zu einem ausgeprägten branchenspezifischen Wissen erfordert diese Tätigkeit deshalb ein hohes Maß an Belastbarkeit und Führungstalent. Die hohen Anforderungen an den Job machen sich allerdings bezahlt. Vertriebsleiter in Deutschland verdienen durchschnittlich etwa 75.000 Euro brutto im Jahr.

Was macht ein Vertriebsleiter?

Wie wir bereits gesehen haben, erstreckt sich der Verantwortungsbereich des Vertriebsleiters auf den gesamten Verkaufsprozess. Folglich ist er schon in die konzeptionelle Planung der Vertriebstätigkeiten maßgeblich eingebunden. Dort obliegt es ihm, angemessene Verkaufsstrategien und Zielvorgaben zu entwickeln, wofür er Marktanalysen und vergleichbare Studien anfertigen lässt. Die Erfüllung dieser Ziele zu gewährleisten, wobei stets darauf geachtet wird, den größtmöglichen Umsatz zu erwirtschaften, ist die primäre Aufgabe eines Vertriebsleiters. Dabei untersteht er unmittelbar der Geschäftsleitung, zu welcher er einen direkten Draht unterhält.

Zusätzlich zu diesen planerischen Tätigkeiten obliegt dem Leiter der Vertriebsabteilung die Zusammenstellung, Führung und Beaufsichtigung des Vertriebsteams. Es gilt eine effiziente Mannschaft zusammenzustellen und alle Mitarbeiter ihren Stärken und Schwächen gemäß optimal einzusetzen. Der Vertriebsleiter muss sein Team somit kennen und über eine gewisse Menschenkenntnis verfügen. Ebenso ist er für die Motivation seiner Untergebenen im Innen- und Außendienst verantwortlich. Zu diesem Zweck organisiert der Vertriebsleiter Coachings und Schulungen. Auch das Einarbeiten von neuen Kollegen fällt in seinen Aufgabenbereich.

Unser Tipp: So kann man sein Verkaufsteam motivieren

Der Vertriebsleiter übernimmt schließlich eine Reihe an repräsentativen Aufgaben. Bei besonders wichtigen Kunden kümmert er sich persönlich um die Betreuung. Außerdem tritt er auf Messen und ähnlichen Veranstaltungen als Gesicht des Unternehmens öffentlich in Erscheinung.

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Was muss ein Vertriebsleiter können?

Die Anforderungen an einen Vertriebsleiter sind in jeglicher Hinsicht vergleichsweise hoch. Er muss über fundierte betriebswirtschaftliche Kenntnisse verfügen, die er bestenfalls durch ein abgeschlossenes Hochschulstudium belegen kann. Darüber hinaus ist ein tiefgehendes Marketing-Verständnis für diese Tätigkeit von hoher Bedeutung.

Zumindest im technischen Vertrieb kommt es zudem oftmals vor, dass ein fachspezifischer Studienabschluss erforderlich ist. In seltenen Fällen kann hier auch eine entsprechende Ausbildung ausreichend sein. Unter diesen Umständen muss der Vertriebsleiter das notwendige BWL-Wissen jedoch über Zusatzqualifikationen nachweisen können.

Neben den fachlichen Anforderungen ist eine langjährige Berufserfahrung Pflicht für die Tätigkeit. Denn dieser Job verlangt nach einer umfassenden Branchenkenntnis. Weiterhin sollte der potenzielle Vertriebsleiter sich bereits in einer Führungsrolle erprobt haben und ein Talent für Kommunikation mitbringen.

Schließlich sollte nicht unerwähnt bleiben, dass der Job als Vertriebsleiter sehr arbeitsintensiv und zeitaufwendig ist. Menschen, die dieser Tätigkeit nachgehen wollen, sollten daher weit überdurchschnittlich belastbar sein und über ein hohes Maß an Resilienz verfügen.

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Wie wird man Vertriebsleiter?

Der Weg zum Vertriebsleiter führt in der Regel über eine langjährige Karriere im Sales-Bereich. Hierdurch erhält der Bewerber die notwendige Branchenkenntnis und Berufserfahrung. Doch auch ein Quereinstieg ist möglich. Besonders für diejenigen, die sich bereits in anderen Unternehmensbereichen in der Führungsrolle erproben konnten.

Auf Grund der hohen Anforderungen haben Unternehmen es besonders schwer diese Position zu besetzen. Für eine erfolgreiche Bewerbung sollten neben fachlichen Kenntnissen unbedingt auch die eigenen Führungsqualitäten und ein ausgeprägtes unternehmerisches Denken hervorgehoben werden.

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Was verdient man als Vertriebsleiter?

Da Unternehmen es oft schwer haben, geeignete Kanditen für diese Position zu finden, locken sie passende Bewerber mit hohen Gehältern. Wie so oft im Vertrieb, variiert die Höhe des Gehalts in Abhängigkeit von der jeweiligen Branche und der eigenen Berufserfahrung. Daneben ist auch die Größe des Unternehmens und der Vertriebsabteilung ein entscheidender Faktor. Somit lässt sich ein durchschnittliches Jahresgehalt eines Vertriebsleiters zwischen 63.000 und 112.500 Euro brutto angeben.

Wo arbeitet ein Vertriebsleiter?

Jede Vertriebsabteilung benötigt einen Vorgesetzten. Die Position eines Vertriebsleiters findet sich folglich in jedem Unternehmen, das Waren oder Dienstleistungen zum Verkauf anbietet. Je nach Unternehmensgröße können die Aufgaben dabei stark variieren. Während die Vertriebsabteilung eines mittelständischen Unternehmens nur ein paar Leute umfassen kann, übernimmt man in einem Großbetrieb die Verantwortung für hunderte von Mitarbeitern. Letzterer trägt dann übrigens auch häufiger den Titel Vertriebsvorstand bzw. CSO (Chief Sales Officer).  

So sieht z. B. der Arbeitsalltag eines Vertriebsleiters im Maschinenbau aus.

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Warum sollte man Vertriebsleiter werden?

Die Arbeit als Vertriebsleiter ist all jenen zu empfohlen, die auf der Suche nach neuen beruflichen Herausforderungen sind. Schließlich übernimmt er weitaus mehr personelle Verantwortung und Führungsaufgaben als ein gewöhnlicher Angestellter. Ein derartiges Engagement samt zahlreichen Überstunden bleibt freilich nicht unbelohnt. Denn neben dem Spitzengehalt ist die Tätigkeit als Vertriebsleiter oftmals auch der letzte Schritt vor dem Einstieg in die Chefetage. Deshalb raten wir vor allem Menschen mit Management-Ambitionen zu dieser fordernden Arbeit.


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Gender-Hinweis
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Beitragsbild: Adobe Stock // fizkes

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