Tipps fürs Xing-Profil: Auf Glaubwürdigkeit achten

Wer auf Jobsuche ist, überprüft und aktualisiert seinen Lebenslauf meist sorgfältig. Das Xing-Profil hingegen fristet häufig ein stiefmütterliches Dasein. Ungenaue Zeitangaben, unausgefüllte Bereiche und auch das Profilfoto ist selten auf dem neuesten Stand. Dass man sich damit leicht die Chance auf eine neue Position verbauen kann, zeigt eine Studie des Branchenverbandes BITKOM. Demnach entscheidet jeder siebte Personaler anhand des Bewerberprofils in sozialen Netzwerken, ob ein Kandidat zum Vorstellungsgespräch eingeladen wird oder nicht.

Xing-Profil

K.O.-Kriterien im Xing-Profil

Absolutes K.O.-Kriterium für ganze 90 Prozent der befragten Personalverantwortlichen: Wenn in den Online-Profilen Widersprüche zu den Bewerbungsunterlagen auftauchen.  Also etwa dann, wenn der Lebenslauf lückenlos ist, die Zeitschiene bei Xing ganz offensichtlich eine Lücke von mehreren Monaten aufweist.

Das gleiche gilt für die Angabe verschiedener Fähigkeiten, diese sollten nicht nur im Online-Profil und im Lebenslauf übereinstimmen, sondern auch kompetent formuliert sein. Achtung auch bei Diskussionen in Gruppenforen: Fachliche Äußerungen sollten stimmen und auch die Netiquette berücksichtigen, denn für viele Personaler kann auch dies ein Ausschlusskriterium sein.

Selbst- und Fremdeinschätzung

Das zeigt, wie wichtig die Glaubwürdigkeit eines Bewerbers ist. Wie glaubwürdig sich speziell Xing-Nutzer im Netzwerk präsentieren, untersuchten jetzt Wissenschaftler des Tübinger Leibniz-Instituts für Wissensmedien (IWM). Mit Hilfe von Persönlichkeitsfragebögen wurden Xing-Nutzer einerseits zu ihrem realistischen Selbstbild befragt, andererseits danach, wie sie sich selbst gerne sehen würden. Beide Einschätzungen wurden dann mit dem Xing-Profil verglichen.

Die Profile wurden von unabhängigen Gutachtern hinsichtlich Gewissenhaftigkeit, Offenheit und sogar Neigung zu Neurosen überprüft. Dabei zeigte sich, dass die Fremdeinschätzungen in hohem Maß mit den realistischen Selbsteinschätzungen übereinstimmten. Die meisten Xing-Nutzer scheinen sich in ihrem Profil also eher realistisch als idealistisch darzustellen. Somit ist das Xing-Profil für Arbeitgeber ein aussagekräftiges Mittel für die Bewertung von Kandidaten.

Darauf achten Personaler beim Xing-Profil

  • Profilbild: Knapp die Hälfte (47 Prozent) rät von sichtbaren Piercings ab sowie von „witzigen“ Profilbildern (45 Prozent). Mehr als 60 Prozent sprechen sich dafür aus, dass Frauen nicht zu viel Schminke auftragen.
  • Position: Für 80 Prozent der Personaler ist die aktuelle Position beim Erstbesuch eines Profils besonders wichtig.
  • Ich biete/Ich suche: Ganze 62 Prozent bewerten es als positiv, wenn in diesen Bereichen „gewitzte“ Formulierungen verwendet werden.
  • Werdegang: Für 40 Prozent sind ausgefallene berufliche Stationen ein positiver Hingucker.

Tipp: Wenn Sie aktiv auf Jobsuche sind, nutzen Sie die Möglichkeit, Ihr Xing-Profil zu aktualisieren. Drucken Sie es aus, legen Sie es neben Ihren Lebenslauf und gleichen Sie Zeitangaben, berufliche Stationen sowie Fähigkeiten und Qualifikationen sorgfältig ab.

Siehe auch: Profilfoto in beruflichen Netzwerken – Der erste Eindruck zählt

Bild: Gerd Altmann | pixabay.com

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