Fußball auf dem Spielfeld
 

Nuri Şahin und Lukas Podolski: Von zweien, die auszogen, das Gruseln zu lernen!

17.01.2013

Die Welt ist augenscheinlich nicht untergegangen! Wir dürfen, können, ja müssen sogar weiter machen mit unseren Gedanken um Zukunft und Chancen. Über unsere Karriere, die gerade einen entscheidenden Sprung machen kann! Ganz sicher wollen wir nicht über denkbare Abstürze inklusive möglicher Rettungsversuche grübeln. Bis wir die Zeitung durchblättern ...

Er war 2011 mit seinem Verein ein strahlender und begeistert gefeierter Meister geworden. Der beste Bundesligaspieler auf seiner Position: Nuri Şahin!

Manch heute erfolgreicher Promi mit zweifelhaften Karrierestationen sagt später - auf diese Seltsamkeiten angesprochen - gerne als Erklärung „Ich war jung und brauchte das Geld!“ Ähnlich scheint es bei ihm auch gewesen zu sein. Er stand im Mittelpunkt, er wurde umworben. Jung und unbesiegbar schien er, alles lag vor ihm! Und so erlag er den Verlockungen vom bekannten Namen und vom großen Geld. Er ging zu Real Madrid FC und war wohl sehr sicher, dort sein Glück zu finden.

Damit könnte das Märchen schon fertig erzählt sein. Ende gut, alles gut. Er lebte glücklich bis ans Ende ihrer Tage, und wenn er nicht gestorben ist, dann fängt er eine neue Karriere als Trainer an!

Aber das tut er nicht. Im Gegenteil. Er war ausgezogen, die spanische Halbinsel und Madrid zu erobern, hat dort aber eher das Gruseln gelernt. Erst hatte er kein Glück, denn Real wollte sich nicht erobern lassen, und dann kam auch noch Pech dazu. In seinem Falle Verletzungspech. Und als es in Liverpool dann auch nichts wurde, tja ...

Seit letztem Wochenende wissen wir nun, dass der junge Held (erst einmal) in die alte Heimat zurückkehrt. Ernüchtert vermutlich, geläutert und mit Sicherheit realistisch! „Nuri hat sich komplett wieder auf die finanziellen Möglichkeiten von Borussia Dortmund eingelassen“, so ist von Watzke, Vorsitzender der Geschäftsführung, zu hören. „Er hat ganz signifikant auf Geld verzichtet!“

Vielleicht wäre es klug von Şahin gewesen, mal den Kollegen Podolski anzurufen im Vorfeld seiner Entscheidung. Der war als köll’scher Jung nach einer tollen WM zum FC Bayern gewechselt und hatte erstaunt reagiert, als ihm dort wie einem kleinen Anfänger der Wind stramm ins Gesicht blies. Auch er kehrte erst mal zurück, dorthin, wo es bescheidener, provinzieller, aber auch heimeliger wahr.

Beide hatten Glück. Aus dem, der auszog und das Fürchten gelernt hatte, war der mit Freuden wieder aufgenommene verlorene Sohn geworden, dem zu Ehren ein mediales Festmahl ausgerichtet wurde: Die Fans jubeln, der Trainer freut sich, die regionale Presse frohlockt. Ein Lebensabschnitt zwischen den Gebrüdern Grimm und Bibel sozusagen.

Und so sitzt unser aufstrebender, erfolgreicher junger Mensch vor der Zeitung und überlegt, ob er das verlockende Stellenangebot wirklich annehmen soll. Bisher so sicher, beginnen Zweifel an ihm zu nagen. Ob er vor seiner Entscheidung doch noch das Gespräch suchen sollte? Irgendjemand mit genügend Erfahrung und Übersicht müsste sich doch finden lassen, damit er das Thema mit ihm durchdenken könnte!

Haben Sie eine Idee, wer Ihr Gesprächspartner sein könnte in vergleichbaren Situationen?

Ihre Sabine Kanzler

 

Bild:
Jürgen Oberguggenberger / pixelio.de

 

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Sabine Kanzler-Magrit
 

Sabine Kanzler-Magrit

Blogautorin zu den Themen Bewerbung und Kommunikation

 

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