Was macht ein Vertriebsingenieur?

In Zeiten der Hightech-Wirtschaft muss selbst für die komplexesten Produkte und Dienstleistungen ein passender Abnehmer gefunden werden. Vertriebsingenieure kümmern sich um eben diese anspruchsvolle Aufgabe. Für uns war das Grund genug, diesen Job einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Alles Wissenswerte darüber haben wir auf dieser Seite zusammengetragen. Vorab eine Übersicht mit den wichtigsten Fakten:

Vertriebsingenieur Zusammenfassung

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Was ist ein Vertriebsingenieur?

Der Vertriebsingenieur ist für die fachgerechte Vermittlung von technisch komplexen Produkten zuständig. Folglich bündelt diese, auch als Sales Engineer bekannte Arbeitskraft, eine ausgeprägte technische Expertise mit einem überdurchschnittlichen Verkaufsgeschick. Aus diesem Grund ist sie sowohl in den Verkaufsprozess als auch in die Gestaltung der Produkte selbst eingebunden.

Wie sich bereits andeutet, handelt es sich beim gut ausgebildeten Vertriebsingenieur um eine Schlüsselkraft für den technischen Vertrieb. Dies schlägt sich auch in der Gehaltsabrechnung nieder. Denn als Sales Engineer verdient man in Deutschland im Schnitt etwa 5.500 Euro im Monat.

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Was macht ein Vertriebsingenieur?

Vertriebsingenieure sind für die Kunden ihres Unternehmens die erste Anlaufstelle für alle technikbezogenen Fragen. Daher übernehmen sie in diesem Bereich alle typischen Vertriebsaufgaben. Somit sind sie für die Akquise von Neukunden und das Beziehungsmanagement mit Bestandskunden verantwortlich, wobei sie sowohl im Innen- als auch im Außendienst tätig sind. So erstellen sie Angebote und halten Verkaufsgespräche ab. Gleichzeitig können sie jedoch ebenfalls im After Sales Bereich aktiv sein. Hierbei kümmern sie sich etwa um den technischen Support, führen Wartungen durch oder übernehmen die Beschaffung von Ersatzteilen. Unabhängig davon, ob sie mit Neu- oder mit Bestandskunden arbeiten, sind Vertriebsingenieure stets bestrebt, gemeinsam mit dem Abnehmer eine maßgeschneiderte Lösung zu erarbeiten.

Allerdings enden die Aufgaben dieses Vertrieblers nicht bei den Verkaufstätigkeiten. Denn als ausgebildete Ingenieure sind sie genauso in den Produktionsprozess selbst eingebunden. Dabei bilden sie eine Schnittstelle zwischen dem Vertrieb und den übrigen Abteilungen ihres Unternehmens. In dieser Funktion beteiligen sie sich an der Neu- und Weiterentwicklung von Produkten und helfen mit, die optimale Absatzstrategie auszuloten.

Ferner sind Vertriebsingenieure für die Wissensweitergabe zuständig. So leiten sie Produktschulungen für das Vertriebsteam oder auch unmittelbar für den Kunden. Schließlich sind sie in die Erstellung und Durchführung von Präsentationen auf Messen und anderen Events eingebunden.

Was muss ein Vertriebsingenieur können?

Vertriebsingenieure vereinen das Beste aus zwei Welten. Denn sie müssen nicht nur ein tiefgehendes und brandaktuelles technisches Wissen abrufbereit haben, sondern auch über fundierte betriebswirtschaftliche Kenntnisse verfügen. Dieses Anforderungsprofil macht im Regelfall ein abgeschlossenes Hochschulstudium erforderlich. Inzwischen bieten einige Hochschulen den speziellen Studiengang Vertriebsingenieur an. Darüber hinaus eignet sich für einen Einstieg in diesen Job beispielsweise ein Wirtschaftsingenieurstudium. Außerdem sind Quereinsteiger mit einem explizit technischen Background, wie etwa Maschinen- oder Anlagenbauer, bei vielen Unternehmen gern gesehen. In diesem Fall kann das notwendige Wissen zu Marketing und Co. über Schulungen und Fortbildungen nachgeholt werden.

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Abgesehen vom Fachlichen sollte der Sales Engineer, wie jeder andere Vertriebler, über eine hohe soziale Kompetenz verfügen. Denn die erfolgreiche Durchführung von Verkaufsgesprächen erfordert schließlich eine überdurchschnittliche kommunikative Begabung.

Falls der Vertriebsingenieur im Außendienst tätig ist, sollte er ferner eine Reisebereitschaft mitbringen. Ausgeprägte Fremdsprachenkenntnisse sind dabei ebenfalls von Vorteil.

Wie wird man Vertriebsingenieur?

Die meisten Unternehmen wünschen sich Bewerber, die bereits Erfahrungen im Vertrieb sammeln konnten. Im Idealfall haben sie sogar erste Erfolge im Absatz von erklärungsbedürftigen, technischen Produkten vorzuweisen. Bei der Bewerbung ist ferner ein gutes Hochschulzeugnis von Vorteil.

Da Vertriebsingenieure verschiedene Kompetenzen bündeln müssen, ist ein gelungenes Anschreiben gar nicht so einfach. Entscheidend ist, den Text individuell an die ausgeschriebene Stelle anzupassen. Bewerber sollten so konkret wie möglich verfahren, um ihre Eignung für genau dieses Jobangebot herauszustellen.

➥ Unser Tipp: So gelingt die Bewerbung als Vertriebsingenieur

Was verdient ein Vertriebsingenieur?

Vertriebsingenieure sind bestens ausgebildete Arbeitskräfte. Folglich zählen sie im Vertrieb zu den Besserverdienern. Allerdings unterliegt, wie so oft im Vertriebsbereich, auch das Gehalt eines Sales Engineers Schwankungen. Derart ist es etwa von der Branche, der Unternehmensgröße sowie der eigenen Arbeitserfahrung abhängig. Als durchschnittlicher Jahresverdienst in Deutschland lassen sich etwa 74.300 Euro angeben.

Ferner sind auch Boni für erfolgreiche Vertragsabschlüsse und ähnliche Provisionen nicht unüblich.

Wo arbeitet ein Vertriebsingenieur?

Der Sales Engineer ist das Rückgrat des technischen Vertriebs. Folglich kommt er überall dort zum Einsatz, wo hochkomplexe technische Produkte und Dienstleistungen an den Mann gebracht werden müssen. Als mögliche Einsatzgebiete lassen sich etwa die Automobilbranche oder die Elektrotechnik aufzählen.

➥ Weiterlesen: Der Vertriebsingenieur in der Medizintechnik

Warum sollte man Vertriebsingenieur werden?

Mit seinem vielschichtigen Anforderungsprofil verspricht der Job als Vertriebsingenieur einiges an Abwechslung. Darüber hinaus lockt diese Arbeit ebenfalls mit sehr guten Zukunftsaussichten. Denn in einer Welt, die von technischer Seite her immer komplexer wird, steigt für die Wirtschaft zunehmend der Bedarf an fachkundigen Vertriebskräften.


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Gender-Hinweis
Aus Gründen der besseren Lesbarkeit verwenden wir die geschlechtsspezifische Differenzierung nicht durchgehend, sondern meist das generische Maskulinum (z. B. „der Vertriebsassistent“). Sämtliche Personenbezeichnungen gelten jedoch gleichermaßen für jedes Geschlecht und sollen keinerlei Benachteiligung darstellen. Die verkürzte Sprachform hat ausschließlich redaktionelle Gründe und ist wertfrei.

Beitragsbild: Adobe Stock // kokliang1981

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